Die richtige Auswahl des Arbeitssicherheitsschuhs

In bestimmten Berufsgruppen gehören Arbeitssicherheitsschuhe zur persönlichen Schutzausrüstung und sind Pflicht. Diese müssen getragen werden, wenn mit Verletzungen und Unfällen im Fußbereich zu rechnen wäre. Füße könnten durch Einklemmen, Stoßen, Quetschen oder in etwas hineintreten verletzt werden. Besondere Arbeitssicherheitsschuhe müssen in den Bereichen getragen werden, in denen heiße oder ätzende Flüssigkeiten vorkommen.
Nach berufsgenossenschaftlichen Regeln gibt es mehrere genormte Kategorien für die Gesundheit und Sicherheit. Dafür sind Arbeitssicherheitsschuhe bestimmten Klassen zugeordnet. SB Arbeitssicherheitsschuhe sind ausreichend für die Grundanforderungen, S1 und S1P für Zusatzanforderungen. S2 bedeutet das gleiche wie S1, jedoch mit dem Zusatz – bedingte Wasserdichtigkeit. S3, wie S2, aber zusätzlich durchtrittsicher. S4, wie S1, aber als wasserdichter Stiefel und S5 wie S4, jedoch durchtrittssicher.

Warum ein Arbeitssicherheitsschuhs

Der Arbeitssicherheitsschuh wird heute gleichermaßen von Frauen und Männern getragen. Es gibt ebenfalls besondere Modelle, die speziell für Frauen angefertigt sind. Sie zeichnen sich aus durch ein modisches Design. Auch Büroangestellte, die ab und an eine Produktionshalle betreten müssen, sollten diese Schutzmaßnahme einhalten.

Sollten Sie Arbeitssicherheitsschuhe nicht von Ihrem Arbeitgeber gestellt bekommen, können Sie diese auch in besonderen Schuhläden erhalten. Egal um welche Art von Arbeitssicherheitsschuhe es sich handelt, sie alle müssen den Schutzbestimmungen der Berufsgenossenschaft entsprechen. Hier gibt es jedoch viele Unterschiede in Design, Tragekomfort und Aufbau. Hochwertige Schuhe aller Klassen können auch online gekauft werden.

Wichtig – die Beurteilung der Arbeitsumgebung

Auch wenn keine gesetzliche Vorschrift besteht, kann eine vernünftige Beurteilung der eigenen Arbeitsumgebung das tragen dieser besonderen Schuhe empfehlen. Viele Berufsgenossenschaften veranlassen das Tragen dieser Arbeitsschutzschuhe zum Beispiel für LKW-Fahrer. Sie sind gefährdet beim Be- und Entladen, da hier schnell Verletzungen am Fuß entstehen können. Typische Berufszweige, in denen ein Arbeitssicherheitsschuh unerlässlich ist, sind beispielsweise das Baugewerbe, Elektriker, Mechaniker oder die Industrie.

Ist das Tragen der Arbeitssicherheitsschuhe Vorschrift und Sie halten sich nicht an diese Vorgabe, riskieren Sie im schlechtesten Fall eine Kündigung durch den Arbeitgeber. Sollte ein Unfall passieren und es wurden, trotz Vorschrift, keine Arbeitssicherheitsschuhe getragen, kann das den Verlust des gesetzlichen Versicherungsschutzes bedeuten.
Die Wahl der optimalen Arbeitssicherheitsschuhe

Normalerweise legt Ihr Arbeitgeber die erforderliche Schutzstufe der Arbeitssicherheitsschuhe aufgrund der Arbeitsbedingungen fest. Hierbei werden die unterschiedlichen Risiken unterschieden, denen Sie bei Ihrer Tätigkeit ausgesetzt sind. Dabei ist das Design nicht ausschlaggebend, sondern die Funktion der Schuhe. Jedoch ist zu sagen, dass Sie heute bereits aus vielen unterschiedlichen Designs den passenden Schuh für sich auswählen können.

Wie bereits erwähnt, nicht das Design sollte im Vordergrund stehen bei der Auswahl, sondern auf die diversen Zusatzkennzeichnungen sollte geachtet werden. So werden beispielsweise Schuhe angeboten, die mit HRO gekennzeichnet sind. Dies bedeutet „heat resistant outsole“. Hier verfügt der Schuh über eine hitzebeständige Laufsohle. Ein solcher Schuh hält für eine Minute einer Hitze von bis zu 300 Grad Celsius stand. CI bedeutet „cold isolation“. Dieser Schuh schützt Ihren Fuß verlässlich vor Kälte. SRC steht für eine hohe Rutschhemmung der Laufsohle des Arbeitssicherheitsschuhs. Für Arbeiter, die mit sensiblen elektronischen Bauteilen arbeiten, ist der ESD-Arbeitssicherheitsschuh unumgänglich. ESD steht für „electrostatic discharge“ (elektronische Entladung). Ein Arbeitssicherheitsschuh der mit ESD gekennzeichnet ist, sorgt für die Ableitung beziehungsweise Entladung der elektrostatischen Ladung des Arbeitnehmers.